Trump im Amt, Neuwahlen, Klimakrise, Kriege, Genozide und noch so viel mehr: Doch nicht alle erleben politische und gesellschaftliche Krisen gleich. Zwischen Resilienz und Erschöpfung: Wer die Welt retten soll, wenn es sonst niemand tut.
Auf Instagram beschreibt Clarissa Fahrenholz Schwarze Realitäten. Ihren Account sieht sie als öffentliches Tagebuch, um zu dokumentieren, wie es sich anfühlt, als Schwarze Person in Räumen voller weißer Menschen zu existieren.
Die Regenbogenfahne am Bahnhof hat der Stadtrat in Neubrandenburg verboten, der Oberbürgermeister erklärte daraufhin seinen Rücktritt. Was bedeutet das für die queere Szene in der Stadt? Ein Besuch bei CSD-Organisator Marcel Spittel.
Die körperliche Untersuchung ist in vielen ärztlichen Bereichen ein notwendiger Vorgang: abtasten, abhorchen, anschauen. Doch was ist eigentlich, wenn das zu weit geht? Körperdiagnostik braucht Konsens, fordert Sara Grzybek.
In gleich drei ostdeutschen Ländern wurde im September gewählt. Erfolge der AfD sind längst keine Überraschung mehr. Die Diskurse haben sich weiter nach rechts verschoben – und darunter haben gerade Kinder und Jugendliche zu leiden.
Die deutsche Stand-up-Szene ist männlich, konservativ, mitunter diskriminierend. Mit ihrer Comedy macht Schwessi queerfeministische Perspektiven sichtbar. Wie sie ein langer Befreiungskampf und Udo Lindenberg vor das Mikrofon brachten.
Menschen, die eine gynäkologische Praxis aufsuchen, brauchen Hilfe und Rat – aber keine Bevormundung. Doch Klischees wirken bis tief in die Intimsphären von Menschen hinein und stehen damit einer sensiblen Behandlung im Weg.
Queer, behindert und neurodivergent: Wie Ableismus verhinderte, dass ich schon früher zu meiner queeren Identität fand und warum sich gerade der Pride Month manchmal einsamer anfühlt, als alle anderen Monate zusammen.
Was bleibt, wenn der Spaß verschwindet? Nicht viel, findet Sasha Dolgopolov. Die russische Comedian war gezwungen, ihr Heimatland zu verlassen. Wie sie trotz allem ihren Humor behält und was der Tod von Alexej Nawalny für sie bedeutet.
Gestartet im Poetry Slam, eroberte sich Lila Sovia einen festen Platz im queerfeministischen Rap. Stilsicher hinterlässt die nicht-binäre Person fliederfarbene Fußabdrücke in einer selten schrillen Kulturlandschaft.
Mit Veto geben wir Aktivismus eine mediale Bühne und stellen all jene vor, die für Veränderung etwas riskieren. Veto ist die Stimme der unzähligen Engagierten im Land und macht sichtbar, was sie täglich leisten. Sie helfen überall dort, wo Menschen in Not sind, sie greifen ein, wenn andere ausgegrenzt werden und sie suchen nach Lösungen für gesellschaftliche Probleme.
Mediale Aufmerksamkeit aber bekommen ihre mutigen Ideen nur selten. Das muss sich ändern – und Aktivismus endlich raus aus der Nische! Die Aktiven brauchen vor eine starke Stimme und Wertschätzung für ihre Arbeit. Mit Veto machen wir Engagement sichtbar und zeigen denen, die finden, dass es nun höchste Zeit ist, sich einzumischen, wie es gehen kann. Unsere Botschaft an alle Gleichgesinnten da draußen: Ihr seid nicht allein!
Mit Print gescheitert?
Veto gab es bis Sommer 2022 auch als gedrucktes Magazin. Doch die extrem gestiegenen Preise für Papier, Druck und Vertrieb wurden für uns zur unternehmerischen Herausforderung. Gleichzeitig bekamen wir Nachrichten aus der Community, dass sich viele ein Abo nicht mehr leisten können. Wir waren also gezwungen, das gedruckte Magazin nach insgesamt zehn Ausgaben (vorerst) einzustellen.
Aber – und das ist entscheidend: Es ist keinesfalls das Ende von Veto, sondern der Beginn von etwas Neuem. Denn in Zeiten multipler Krisen wird Veto dringend gebraucht. Um Hoffnung zu geben, zu verbinden, zu empowern und zu motivieren. Deshalb machen wir alle Recherchen und Porträts kostenfrei zugänglich. Denn: Der Zugang zu Informationen über Aktivismus und Engagement darf keinesfalls davon abhängen, was am Ende des Monats übrig ist.
Transparenzhinweis
Veto wird anteilig gefördert von der Schöpflin Stiftung, dem GLS Treuhand e.V., dem Presse- und Informationsamt der Bundesregierung und der Bürgerstiftung Dresden. Bis 2022 war auch die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS beteiligt. Der Aufbau der Webseite wurden realisiert durch eine Förderung der Amadeu Antonio Stiftung (2019) und des Förderfonds Demokratie (2020).
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