Zum siebten Mal — Ausgabe 3/2021

Tadatata: zum siebten Mal Veto. Und wieder sind es 100 Seiten geworden, die gelesen werden wollen. Wir möchten auf Themen schauen, die sonst nicht die mediale Bühne bekommen. Themen, die selten in ihrer Komplexität abgebildet werden.
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Verstehen wir immer genau, wie die Welt um uns herum funktioniert – ganz egal, ob im Großen oder im Kleinen? Und wollen wir das überhaupt: Themen durchdringen? Bemühen wir uns auch wirklich darum, Zusammenhänge zu begreifen, Begrifflichkeiten zu überblicken? Lassen wir uns auf andere Perspektiven ein? Oder begnügen wir uns doch immer wieder damit, mit oberflächlichem Wissen in Diskussionen einzusteigen, weil wir inmitten des Alltagsstresses ja gar keine Zeit finden, uns mit aufwändigen Fragen zu beschäftigen?

Haben wir Verständnis für die Situation anderer? Können wir nachempfinden, uns einfühlen – oder versuchen wir es zumindest? Wissen wir denn etwa, wie Hartz-IV-Empfangende unter Sanktionen leiden? Haben wir uns schonmal gefragt, ob und wo Menschen mit pädophilen Neigungen Hilfe finden? Und können wir annähernd nachvollziehen, wie unsere Gesellschaft mit jenen umgeht, die jüdisch oder muslimisch leben oder queer sind? Hören wir die immer noch ignorierten Stimmen migrantisierter Personen? Bewegt uns das eigentlich oder halten wir es doch eher von uns fern?

Das erwartet euch im gedruckten Magazin.

Veto rückt die Engagierten im Land in den Fokus der Berichterstattung. Veto ist ein gedrucktes Heft, aber auch eine Plattform für all jene, die sich auf den Weg gemacht haben, unsere offene Gesellschaft zu verteidigen. Viermal im Jahr und jeweils auf 100 Seiten stellen wir Engagierte, deren Arbeit, Aktionen, Ideale vor – und regen Debatten an. Die Botschaft an alle Gleichgesinnten: Ihr seid nicht allein!

Noch mehr lesen

Demut und Kampfgeist — Stephan Anpalagan

Alltagsrassismus begleitet Stephan Anpalagan schon sein ganzes Leben lang. Er argumentiert mit Fakten gegen rechtes Denken. Und bringt mit seiner Firma ein Demokratie-Zertifikat für Unternehmen auf den Weg.

Mobilisierung in Echtzeit — Pauline Brünger

Klimaaktivistin Pauline Brünger kämpft gleich an zwei Fronten – für Klimagerechtigkeit und gegen den Faschismus. Mit ihrer Initiative möchte sie Engagierten ein Tool bieten, um sich dezentral und spontan zu beteiligen.

Und raus bist du — Fabian Wichmann

Fabian Wichmann ebnet Ausstiegswilligen den Weg aus der Neonazi-Szene. Ein Kraftakt, der oft Jahre dauert. Doch obwohl die Initiative Exit schon Hunderten geholfen hat, steht ihre Zukunft immer wieder infrage.

Angestarrt — Pierre Vicky Sonkeng Tegouffo

Der Rassismus im Land ist ein ernstes Problem. Die Terrorakte von Halle und Hanau lassen viele hilflos und schweigend zurück. Pierre Vicky Sonkeng Tegouffo weiß um die schmerzlichen Diskussionen über das Anderssein.

Linker Haken — Attitude Sports

Immer mehr militante Rechtsextreme tummeln sich im Kampfsport. In Neubrandenburg ist ein linker Gegenentwurf entstanden. Hier wehren sie sich nicht nur gegen Neonazis, sondern auch gegen stumpfe Klischees.

A wie ausgeschlossen — Liese Braun

Keinen oder nur wenig Sex zu haben, halten viele für ein No-Go, suggerieren doch Medien, TV oder die Werbung, wie essentiell diese Art der Intimität doch sei. Auch deshalb bleibt Asexualität ein unterbelichtetes Thema.